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Fünf Jahre nach dem Glücksspielstaatsvertrag: Schwarzmarktanteil beim Online-Glücksspiel erreicht 24 Prozent

Geschrieben von Katja Baumann · 6.10.2026

Fünf Jahre nach dem Glücksspielstaatsvertrag: Schwarzmarktanteil beim Online-Glücksspiel erreicht 24 Prozent

Entwicklung des deutschen Online-Glücksspielmarkts mit Fokus auf legale und illegale Anbieter

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags 2021 fließt weiterhin ein erheblicher Anteil der Wetten in den Schwarzmarkt, obwohl neue Schutzmechanismen für Spieler eingeführt wurden; aktuelle Zahlen zeigen, dass fast jede vierte Wette illegal platziert wird. Die Bundesländer prüfen den Vertrag bis zum Jahresende und erwägen Anpassungen, während die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sowie Fachleute aus der Suchtprävention ihre Einschätzungen einbringen. Der Schwarzmarktanteil stieg dabei von rund 19 Prozent im Jahr 2022 auf über 24 Prozent bis 2025.

Entwicklung des Marktes seit 2021

Der Glücksspielstaatsvertrag sollte 2021 den Online-Glücksspielmarkt regulieren, Spielerschutz stärken und illegale Angebote eindämmen, doch Beobachter stellen fest, dass der legale Sektor bislang nur einen Teil der Nachfrage abdeckt. Daten der GGL belegen, dass der Anteil illegaler Wetten kontinuierlich zunahm, während zugelassene Anbieter mit strengen Vorgaben zu Einzahlungslimits und Werbeverboten arbeiten. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass viele Nutzer trotz der neuen Regeln auf nicht lizenzierte Plattformen ausweichen, weil diese oft flexiblere Bedingungen und höhere Limits bieten.

Aktuelle Marktanteile und Wachstumstrends

Statistiken zeigen einen Anstieg des Schwarzmarktanteils von etwa 19 Prozent im Jahr 2022 auf mehr als 24 Prozent im Jahr 2025, was bedeutet, dass nahezu ein Viertel aller Online-Wetten außerhalb der regulierten Strukturen stattfindet. Experten der GGL haben diese Entwicklung anhand von Zahlungsströmen und Nutzeranalysen nachverfolgt, und die Länder greifen bei ihrer Bewertung des Vertrags auf diese Erkenntnisse zurück. Gleichzeitig verweisen Vertreter der Behörden darauf, dass der legale Markt zwar gewachsen ist, doch die Konkurrenz durch unregulierte Anbieter weiterhin spürbar bleibt und Steuereinnahmen mindert.

Bewertung durch die Bundesländer

Die Bundesländer führen bis Ende des Jahres eine umfassende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags durch und prüfen mögliche Änderungen, um bestehende Lücken zu schließen. Dabei fließen Stellungnahmen der GGL ein, die als zentrale Aufsichtsbehörde die Einhaltung der Regeln überwacht, sowie Beiträge von Fachleuten aus der Suchtprävention, die auf verbesserte Schutzmaßnahmen hinweisen. Vertreter der Länder haben bereits angekündigt, dass Anpassungen bei Lizenzvergabe, Werbebeschränkungen und technischen Sperren diskutiert werden, um den Kanalisierungsgrad zu erhöhen.

Beiträge von Regulierern und Präventionsexperten

Die GGL liefert detaillierte Berichte über Marktbewegungen und unterstützt die Länder bei der Identifikation von Schwachstellen im bestehenden Regelwerk, während Suchtpräventionsexperten auf die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen gegen illegale Angebote hinweisen. In diesem Prozess werden auch internationale Vergleiche herangezogen, um zu ermitteln, welche Instrumente in anderen Ländern erfolgreich den Schwarzmarkt eindämmen konnten. Behördenvertreter betonen, dass eine engere Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern und eine verstärkte Aufklärung der Nutzer Teil der Überlegungen sind.

Analyse von Spielerschutzmaßnahmen und Schwarzmarktaktivitäten im deutschen Glücksspielsektor

Auswirkungen auf Spielerschutz und Staatseinnahmen

Der anhaltend hohe Schwarzmarktanteil wirkt sich direkt auf den Spielerschutz aus, da illegale Anbieter keine verpflichtenden Limits oder Sperrsysteme einhalten müssen, und gleichzeitig entgehen den Ländern erhebliche Steuereinnahmen. Die GGL hat in ihren Berichten auf diese doppelte Herausforderung hingewiesen, und die laufende Evaluierung soll Wege aufzeigen, wie der legale Markt attraktiver gestaltet werden kann, ohne die Schutzstandards zu senken. Vertreter aus Politik und Wissenschaft arbeiten gemeinsam an Vorschlägen, die sowohl die Nachfrage nach legalen Angeboten steigern als auch illegale Plattformen wirksamer bekämpfen sollen.

Ausblick auf mögliche Änderungen

Bis zum Jahresende 2026 erwarten Beobachter konkrete Vorschläge der Länder, die auf den Erkenntnissen der GGL und der Präventionsexperten basieren, wobei Anpassungen bei der Lizenzierung und bei technischen Sperrmaßnahmen im Mittelpunkt stehen könnten. Die Entwicklung seit 2021 zeigt, dass weitere Schritte erforderlich sind, um den Anteil illegaler Wetten nachhaltig zu reduzieren, und die aktuelle Bewertung des Vertrags bietet hierfür den geeigneten Rahmen. Daten aus den vergangenen Jahren dienen als Grundlage für diese Überlegungen und werden in die Entscheidungsfindung einbezogen.

Fazit

Die vorliegenden Zahlen und die laufende Evaluierung durch die Bundesländer verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen fünf Jahre nach Einführung des Glücksspielstaatsvertrags, und die Beteiligung von GGL sowie Suchtpräventionsexperten soll dazu beitragen, gezielte Anpassungen zu entwickeln, die den Schwarzmarktanteil langfristig senken können.